Die Software von Salesforce ist ein Kraftpaket für fortgeschrittene Visualisierungen.
Im dritten Teil unserer fünfteiligen Serie über Frontend-Tools für die Datenanalyse befassen wir uns mit Tableau, dem alten und ausgereiften, aber dennoch unermüdlichen Innovator.
Die größte Stärke: Erweitert die Grenzen fortgeschrittener Visualisierungen.
Tableau wurde 2003 vom gleichnamigen Unternehmen gegründet und entwickelte sich schnell zu einem Vorreiter. Die Übernahme durch Salesforce im Jahr 2019 verschaffte Unternehmen zusätzliche Ressourcen für eine schnellere Entwicklung. Das zeigte sich bald in neuen Funktionen wie Tableau Bridge, das die Datenmigration aus Data Warehouses zu Tableau verbessert, und in einem zunehmenden Fokus auf Software as a Service.
Einfacher Zugriff auf komplexe Dashboards
Dank der intuitiven Drag-and-Drop-Funktionalität und der eleganten Benutzeroberfläche können auch unerfahrene Benutzer ansprechende interaktive Dashboards erstellen. Diese zeichnen sich durch fortschrittliche und anpassbare Visualisierungen aus.
Außerdem bietet es einfache Möglichkeiten, Daten aus verschiedenen Quellen zu verbinden, sei es aus relationalen Datenbanken, Cloud-Speichern oder Webdaten. Diese lassen sich alle problemlos miteinander kombinieren und analysieren.
Möglichst aktuell oder effizient?
Zur Steigerung der Effizienz, bietet Tableau zwei Ansätze zum Laden von Daten: Live-Verbindungen, die Echtzeitdaten bereitstellen, aber mehr Rechenleistung erfordern.
Der zweite Ansatz sind Hyper-Extrakte. Sie bieten eine Momentaufnahme von Daten, die für eine effiziente Aggregation optimiert ist und zugleich verschiedene Möglichkeiten für geplante Aktualisierungen bietet.
Mit diesen beiden Optionen können Anwender genau das optimale Verhältnis wählen: Sie verarbeiten ihre Daten entweder so aktuell oder so effizient wie möglich.
Produktive Geeks
Eine der Vorteile von Tableau ist seine aktive Community aus Unterstützern und Lead-Usern. Diese sind durch öffentliche Veranstaltungen, die von Salesforce veranstaltet und gesponsert werden, eng mit dem Unternehmen verbunden. Außerdem unterstützen sie die Entwicklung der Software durch Feedback und Lösungen, die auf praktischen Erfahrungen basieren.
Dank Diensten wie Tableau Public können von führenden Anwendern erstellte Inhalte hochgeladen werden, um sie zu testen und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So entsteht eine Sammlung einzigartiger Visualisierungen und Methoden zur Dateninterpretation. Laut Salesforce ist es sogar die weltweit größte Bibliothek dieser Art, in der Erkenntnisse erforscht, erstellt und ausgetauscht werden können.
Schließlich ist Tableau besonders stark in der Bereitstellung von BI as a Service. Das neue Premium-Angebot Tableau Plus mit Schwerpunkt auf KI und regelmäßigen Updates hat oft einen leichten Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. Das wurde mit der Veröffentlichung von Tableau Cloud deutlich, einer KI-basierten Plattform, die bestehende Funktionen von Tableau und Salesforce mit neuen Features kombiniert.
Fazit: Gut positioniert, um der wachsenden Herausforderung durch Microsoft zu begegnen
Zusammenfassend ist Tableau ein innovatives Kraftpaket. Es vereint modernste Tools für KI-Anwendungen, schnelle Update-Zyklen und begeisterte Power-User, die öffentlich verfügbare Add-ons entwickeln. Das macht es zu einer guten Wahl für umfangreiche Implementierungen in größeren Unternehmen und für das heute beliebte BI-as-a-Service-Modell.
All das verleiht der Software eine beeindruckende Stärke, um seine Position gegen die zunehmende Herausforderung durch Microsofts Power BI zu verteidigen, auf die wir in unserem nächsten Beitrag eingehen.


