Vergleich Analytic Tools - Qlik

Data Analytics

BI-Tool-Vergleich 2/5: Qlik

Die Software mit Wurzeln in Schweden ist der Veteran unter den Visualisierungs-Tools

Im zweiten Teil unserer fünfteiligen Serie über Frontend-Tools für die Datenanalyse befassen wir uns mit Qlik, dem Veteranen unter den Visualisierungstools.

Seine Hauptstärken auf einen Blick: 30 Jahre Markterfahrung und hervorragende Datenauswertung.

Reife als Erfolgsfaktor

Bevor das schwedische Unternehmen „Qlik” 1993 gegründet wurde, nutzten die Menschen Excel und statische Berichtsgeneratoren, um Daten zu analysieren. Dann kam QuickView (heute QlikView), ein bahnbrechendes interaktives Tool zur Datenvisualisierung. Zwar wuchs die Zahl der Nutzer anfangs langsam, da der Markt für derartive Software eher intransparent ist, doch in den 2000er Jahren begann der steile Aufstieg.

Heute bietet die On-Premise-Version QlikView eine Datenauswertung, die von fertigen Anwendungen gesteuert wird. Mit dem cloudbasierten Pendant Qlik Sense können Nutzer ihre eigenen Apps und Visualisierungen für eine freiere Datenanalyse erstellen. Beide Tools zeigen nach 30 Jahren Entwicklung eine große Reife – während manche Mitbewerber noch mit gelegentlichen Anfangsschwierigkeiten zu kämpfen haben.

Auf der Suche nach Mustern

Das herausragende Merkmal von Qlik ist sein Ansatz zur Datenmodellierung. Die meisten Konkurrenzprodukte verwenden relationale Datenmodelle. Sie stützen sich also auf vordefinierte Beziehungen zwischen Feldern, um vorhersehbare Fragen schnell zu beantworten, beispielsweise: Wie viel Umsatz generieren verschiedene Produkte?

Qlik hingegen verwendet assoziative Datenmodellierung. Hier basieren die Verbindungen zwischen Tabellen eher auf Inhalten als auf Beziehungen. Diese Verbindungen werden entweder von Qlik unabhängig erkannt und vorgeschlagen oder vom Benutzer kreativ erkundet. Dieser Aspekt ist hilfreich, wenn Daten entweder zur Gewinnung eines ersten Überblicks oder zur Aufdeckung versteckter Muster analysiert werden.

Eine zweite Stärke von Qlik ist die Datenintegration, insbesondere in Echtzeit. Die Automatisierung und die Low-Code-Umgebung ermöglichen eine einfache Nutzung und schnelle Entwicklung.

Darüber hinaus können Qlik-Benutzer die Beschriftung von Daten während der Laufzeit flexibel ändern, was mit den meisten anderen Tools nicht möglich ist. So können sie beispielsweise mehrsprachige Dashboards einrichten, bei denen die Sprache während der Laufzeit umgeschaltet werden kann.

Design aus der Dunkelheit

Trotz all dieser Stärken gibt es einen Nachteil, den ein Qlik-Trainer einst scherzhaft beschrieb: „Man merkt, dass die Software in langen schwedischen Wintern entwickelt wurde, in denen es den Nutzern nichts ausmacht, etwas länger nach bestimmten Funktionen zu suchen.“

Die Fülle an Funktionen von Qlik ist in der Tat fantastisch für ambitionierte Nutzer und für komplexe Berechnungen. Allerdings kann es dadurch schwieriger sein, bestimmte Optionen zu finden.

Fazit: Für erfahrene Entdecker

Nach 30 Jahren Entwicklung bietet Qlik daher ein ausgereiftes, rundum gelungenes Produkt. Seine assoziative Daten-Engine hilft nicht nur dabei, Beziehungen zwischen Datensätzen automatisch zu erkennen. Sie erleichtert auch die kreative Erkundung, um neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Die Vielzahl an Optionen macht bestimmte Funktionen zwar weniger zugänglich, ist aber auch eine großartige Ressource für fortgeschrittene Benutzer.

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